Interview mit GD Hesoun im Format
Geschrieben von michimueller - 17. Februar 2012
Im FORMAT 07/2012 von heute gibt GD Hesoun ein Interview über Bautrends der Zukunft und die Entwicklung von Smart Cities. Er lobt dabei auch die Vorzüge der Siemens City.
“Wir brauchen integrierte Gebäudelösungen“
Format: Ist Siemens auch an der Entwicklung intelligenter Haussysteme, etwa “Blue Buildings“, beteiligt?
WolfgangHesoun: In unserer Gesellschaft wird der Fokus immer mehr auf Komfort gerichtet, verbunden mit der Möglichkeit, Energie sparen zu können und die Umwelt zu schonen. Um dies zu erreichen, braucht es integrierte Gebäudelösungen, die dazu beitragen, die Energiekosten zu senken und die Energieeffizienz zu erhöhen. Gerade in der Gebäudetechnik kann Siemens ein umfassendes Produkt- und Lösungsangebot, von der Gebäudeautomatisierung bis zu Energielösungen mit garantierten Einsparungen, anbieten.
Format: Ist die neue Siemens City hier ein Vorzeigeprojekt?
Hesoun: Die Siemens City wurde als erstes Bürogebäude in Österreich mit dem sogenannten LEED-Gold-Status ausgezeichnet, mit dem Gebäude zertifiziert werden, die sowohl während der Bauphase als auch im laufenden Betrieb klimafreundliche Technologien einsetzen. Die Siemens City spart jährlich rund 1.000 Tonnen CO2 ein, etwa durch die Nutzung von Erdwärme. 200 Quadratmeter Sonnenkollektorflächen sorgen für solare Warmwassergewinnung, und die Wärmetauscher ermöglichen eine Wärmerückgewinnung von 75 Prozent aus der Abluftenergie.
Format: Wo sehen Sie bei der Entwicklung moderner Ver- und Entsorgungskonzepte für Städte das größte Wachtumspotenzial?
Hesoun: Mit dem neuen Sektor “Infrastructure & Cities“ richtet sich der Konzern klar auf den Wachstumsmarkt Städte aus. Wir haben im neuen Sektor nicht nur unser Geschäft im Bereich energieeffiziente und intelligente Infrastrukturlösungen für Städte gebündelt, sondern auch sehr stark in Forschung und Entwicklung neuer Produkte investiert. Siemens Österreich ist über den Heimmarkt hinaus auch für das Siemens-Geschäft in weiten Teilen Mittel- und Südosteuropas verantwortlich. Das ist ein Umfeld, in dem der bestehende Nachholbedarf für Investitionen in die Infrastruktur unverändert hoch ist.