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USA wettet auf Ende von “Made in China”

Geschrieben von michimueller - 26. Juli 2012

Das US-Magazin Forbes prophezeit das Platzen der Produktions-Blase in China. Steigende Löhne, Angst vor Diebstahl geistigen Eigentums und die Zeitverschiebung treiben zunehmend Produktionskapazitäten zurück in die USA. Zudem ermögliche der technische Fortschritt auf dem Gebiet der Robotertechnik in Zukunft eine Produktion in den USA, die billiger ist als jene in China. Dabei wandern allerdings keine Jobs zurück in die USA: Die Arbeitsplätze werden von effizienten Maschinen übernommen.

Das ist eine interessante These, die hier auf pressetext.com publiziert wurde. Auch in der IT sind bzw. waren ”die Chinesen” ja das große Schreckgespenst, das alle Jobs verschlingt. Und in der Tat kann man beobachten, dass einige Firmen draufkommen, dass es nicht nur Vorteile hat, wenn z.B. der Helpdesk in China sitzt mit MitarbeiterInnen, die dann arbeiten, wenn wir Nacht haben, und von denen uns auch Sprachbarrieren trennen.

Aber nicht alle glauben daran, dass sich hier ein Trend abzeichnet, die gerade nach Asien verlagerten Jobs wieder “heimzuholen”:

Die steigenden Lohnkosten, die Forbes als abschreckend sieht, sind von der Regierung so gewollt. “Die Lohnkosten steigen in China, insbesondere in bestimmten Regionen wie Peking, Shanghai oder dem Perlflussdelta. Das ist von der Regierung als Teil eines Maßnahmenpakets zur Stärkung der Binnennachfrage und damit des Wachstums so gewollt. Dies kennzeichnet auch die derzeit angestrebte Übergangsphase von der Lowtech- zur Hightech-Wirtschaft, die andere Volkswirtschaften ebenfalls durchlebt haben”, erklärt Schüller vom GIGA-Institut für Asien-Studien
http://giga-hamburg.de
.

Dass einige US-Firmen wie Ford, Catterpillar oder Dow Chemicals ihre Produktion wieder in die USA verlegen, muss kein Zeichen für einen dementsprechenden Trend sein. Die Angst vor dem Diebstahl geistigen Eigentums ist in China ein kalkuliertes Risiko. “Dass einige Firmen ihre Produktionsstätten abziehen, ist normal. Einige machen gute Erfahrungen, andere schlechte. Die chinesische Regierung hat sich im Austausch von Marktzutritt gegen Technologietransfer gut positioniert. Die ausländischen Unternehmen wissen, dass Technologietransfer von ihnen verlangt wird”, sagt die Asien-Expertin.

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