Ederer und Frankreichs Justiz
Geschrieben von lindasu - 10. August 2012
Bei derStandard.at haben wir folgendes erfahren:
Siemens steht Ärger mit der französischen Justiz ins Haus, nachdem die aus Österreich stammende Personalchefin des Konzerns, Brigitte Ederer, im Rennen um einen U-Bahn-Auftrag einen Brief an Lilles Bürgermeisterin Martine Aubry gesendet hatte. Im Zusammenhang mit der Vergabe eines U-Bahn-Auftrags im französischen Lille habe die örtliche Staatsanwaltschaft Vorermittlungen gegen den Konzern eingeleitet, bestätigte die Behörde am Freitag einen Bericht der “Financial Times Deutschland” (“FTD”). Die Zivilbeschwerde sei bereits Mitte Juni eingegangen.
Oje, was hat die Fr. Ederer da geschrieben?
Konzerninsidern zufolge wandte sich Personalchefin Ederer im Rennen um den Auftrag mit einem Schreiben an Aubry. Der Inhalt des Briefs wird offenbar unterschiedlich ausgelegt. Aubry zufolge hat Siemens mit Einschnitten bei der französischen Landesgesellschaft gedroht, nachdem Lille im Mai den Auftrag an Alstom vergeben hat und Siemens gegen die Entscheidung vorging.
Das Schreiben habe “eine gewisse Anzahl erpresserischer Botschaften enthalten”, zitierte die Zeitung Aubry, die auch Parteichefin der Sozialisten in Frankreich ist. Aus dem Siemens-Umfeld hieß es indes, Ederer habe in ihrer Funktion als für Europa zuständiges Vorstandsmitglied lediglich einen fairen Wettbewerb gefordert.
Was ist da passiert? Fairer Wettbewerb wird mit Bedrohung für Siemens Frankreich verwechselt? Das mit den Fremdsprachen kann problematisch sein!