Frühere Siemens-Tochter Gigaset will nach Einbruch Stellen streichen
Geschrieben von michimueller - 10. August 2012
Der Hersteller von Schnurlostelefonen Gigaset steckt in der Krise. Um den roten Zahlen zu entkommen, soll nun ein rigoroses Sparprogramm folgen – das auch die Beschäftigten zu spüren bekommen.
Das meldet die Financial Times Deutschland.
Nach einem herben Gewinneinbruch dreht der Telefonhersteller Gigaset an der Kostenschraube. Ein Sparprogramm solle die Ausgaben künftig um 30 Mio. Euro pro Jahr drücken, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Das bekommen auch die Beschäftigten zu spüren: Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern über einen Stellenabbau liefen bereits.
2011 hatte die Firma mit 520 Mio. Euro Umsatz erstmals nach drei Jahren wieder einen Gewinn über 17,5 Mio. Euro ausgewiesen. Das operative Ergebnis war positiv, das wurde als Wende in der Firmenentwicklung gefeiert. Ein erneutes Abrutschen in die Verlustzone wäre für Gigaset ein herber Rückschlag. Die im TecDAX notierte Firma mit Sitz in München ist rechtlich die Nachfolgegesellschaft der früheren Beteiligungsholding Arques. Gigaset hat sich aber auf das Feld Telekommunikation fokussiert. Das Schnurlostelefongeschäft mit der Marke Gigaset hatte Arques im Herbst 2008 von Siemens gekauft.
Leider sind das keine guten Nachrichten.