Bei Siemens könnten Tausende Stellen wackeln
Geschrieben von michimueller - 21. August 2012
Es hat ja so kommen müssen nach den öffentlichen Ankündigungen eines “Sparprogramms”, denn das einfachste “Sparen” ist für die BewohnerInnen der Managementetagen immer die Arbeitsplatzvernichtung. Dass das mittelfristig in die Sackgasse führt, kümmert die KonzernlenkerInnen meistens wenig.
In der Börsen-Zeitung wird erstmals etwas konkreter darüber spekuliert, was die Siemens-MitarbeiterInnen ab Herbst erwarten könnte:
Siemens steht vor einem heißen Herbst. Noch ist das angekündigte Sparprogramm kein Thema für die breitere Öffentlichkeit. Doch zielen Vorüberlegungen – Festlegungen wird es voraussichtlich erst im Oktober/November geben – auf den Abbau von Tausenden Stellen. Die Brisanz jeder Stellenkürzung liegt auf der Hand: Schließlich hat der Konzern in den vergangenen 15 Monaten weltweit rund 23 000 Arbeitsplätze netto geschaffen, und dies keineswegs nur in den Schwellenländern. Auch in Deutschland wurden etwa 6 000 Stellen beispielsweise durch die Festanstellung von Zeitarbeitern geschaffen.
Siemens hatte Ende Juli enttäuschende Geschäftszahlen vorgelegt und war implizit von der eigenen Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgerückt. Vorstandsvorsitzender Peter Löscher hatte damals anders als drei Monate zuvor erklärt, er erwarte kurzfristig eine weitere Abkühlung der Weltwirtschaft und damit keinerlei Unterstützung für das Geschäft.
[...] Konzernintern wird seitdem über die nötigen Maßnahmen diskutiert. Klar ist, dass die Kostenstruktur an das veränderte Umfeld beispielsweise in Europa angepasst werden muss. Der Abbau von Arbeitsplätzen gehört als fester Bestandteil zu diesen Überlegungen.