Einkommensverlust in Österreich am stärksten
Geschrieben von michimueller - 21. August 2012
Die Schweizer Großbank UBS analysierte in einer Studie die Entwicklung der Einkommen in den Euroländern. Das ergebnis ist besonders für Österreich mehr als ernüchternd. Der Standard und auch ORF Online berichten:
Die UBS hat sich in einem kurzen Papier die Entwicklung der verfügbaren Haushaltseinkommen in elf Euroländern über die vergangenen zehn Jahren angesehen. Im Falle Österreich kommen die Analysten zu erstaunlichen Ergebnissen: Im untersuchten Zeitraum sind die Haushaltseinkommen quer durch alle sozialen Schichten massiv gesunken. In keinem anderen Land ist der Rückgang so dramatisch wie in Österreich. Die ärmsten zehn Prozent der Bevölkerung mussten zwischen 2000 und 2010 einen Einkommensverlust von 35 Prozent hinnehmen. Selbst in der reichsten Bevölkerungsgruppe machte der Verlust aber zehn Prozent aus.
Während die Haushaltseinkommen auch in Deutschland und Irland quer durch die Bank gesunken sind, konnten sich ärmere Haushalte in Spanien und Griechenland über Zuwächse freuen.
Statistik Austria und WIFO können die Zahlen nicht nachvollziehen und meinen, dass der Einkommensverlust geringer sei. Ein schwacher Trost, oder?