Siemens-Jobabbau: IG Metall beschwichtigt
Geschrieben von michimueller - 28. August 2012
Während Siemens schon beginnt, die ersten Jobs in Deutschland zu streichen (siehe Beitrag “Siemens kürzt Jobs in der Getriebesparte“), übt sich die zuständige Gewerkschaft IG Metall in Beschwichtigungspolitik:
Richtig ist vielmehr, dass das sogenannte Kosteneffizienzprogramm auf die Umsatzkosten (Prozesse, Energie, Material etc.) gerichtet ist und nicht die Arbeitsplätze zum Ziel hat. Auch, dass es im Zuge der normalen wirtschaftlichen Dynamik in einigen Bereichen personelle Anpassungsmaßnahmen gibt, ist kein Indiz für eine groß angelegte Entlassungswelle.
Das vermeldet die IG Metall auf ihrer Homepage “Siemens Dialog“.
Warum fällt mir jetzt ein Kleinkind ein, das die Augen zumacht und glaubt, dass es dann nicht gesehen wird?
Auch die Aussage der IG Metall, “IG Metall und Siemens-Gesamtbetriebsrat allerdings ist nichts von einem derartigen Abbauprogramm bekannt.” (siehe ebenfalls Siemens Dialog) erinnert mich höchstens an die Aussage von DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht im Juni 1961: “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.”
Zwei Monate später begann der Bau der Berliner Mauer….
This entry was posted on 28. August 2012 um 06:01 and is filed under GewerkschaftsInfo, Medienberichte. Getaggt mit: IG Metall, Jobabbau, Siemens. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder Trackback from your own site.
Siemensschreck sagte
Die Stellungnahme der IG Metall und des GBR von Siemens ist vollkommen unverständlch, da die MD-Leitung bereits öffentlich bekanntgegeben hat, daß in NRW 500 Stellen bis 2016 500 Stellen abgebaut werden.
Da fragt man sich, warum man überhaupt noch in der Gewerkschaft organisiert ist, wenn diese nur noch die Scheuklappen auf hat und offensichtlich nicht nur gemeinsame Sache mit dem Arbeitgeber macht, sondern die Arbeitnehmer für dumm verkaufen will.