IG Metall im Bruderkampf um Siemens
Geschrieben von michimueller - 3. September 2012
In Deutschland hingegen ist die Belegschaft unzufrieden mit ihrer Gewerkschaft IG Metall. Dazu berichtet die Financial Times Deutschland:
Bei Siemens wächst in Teilen der Belegschaft der Ärger über die Gewerkschaft IG Metall und ihren Chef Berthold Huber. Bei den Neuwahlen der Arbeitnehmervertreter im Siemens-Aufsichtsrat am 25. September treten erstmals sechs Betriebsräte in einer zweiten, inoffiziellen IG-Metall-Liste gegen die offizielle Liste der IG Metall an. “Für die IG-Metall-Spitze ist das ein Eklat”, heißt es bei Siemens.
Die MitarbeiterInnen empfinden die allzu große Nähe zwischen den Unternehmensverantwortlichen und dem IG Metall-Vertreter Huber als unerträglich:
Seit Hubers Aufstieg empfinden aber viele Siemensianer ihre Aufsichtsratsvertreter oftmals als “gleichgeschaltet” mit der Konzernspitze, heißt es unter Betriebsräten. Nicht nur Cromme kann sich auf Huber verlassen, auch Löscher pflegt ein enges Verhältnis zu Huber. Beide machten vieles unter sich aus. “Das stößt vielen sauer auf”, sagt ein Insider.
Das “gallische Dorf des Widerstands” ist diesmal Erlangen:
Die Gegenliste kommt aus dem größten Siemens-Sektor Energie. Spitzenkandidat ist Energie-Betriebsratschef Hans-Jürgen Hartung, der vor fünf Jahren über eine Kampfkandidatur in den Aufsichtsrat eingezogen war. “Eine Mehrheit der Betriebsräte wollte, dass er weitermacht – aber da hatte die IG Metall ihre Liste schon ohne ihn ausgehandelt”, so ein Insider. Hartung war für einen Kommentar nicht zu erreichen.
Mehr dazu im Artikel der FTD.
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