Leiharbeiter werden bessergestellt
Geschrieben von michimueller - 5. September 2012
Der Ministerrat hat ein neues Arbeitskräfteüberlassungsgesetz (AÜG) abgesegnet, um einer entsprechenden EU-Richtlinie gerecht zu werden. Die für eine bestimmte Zeit eingestellten Mitarbeiter dürfen nicht mehr wie bisher als Beschäftigte zweiter Klasse behandelt werden.
Das berichtet der Standard.
Das Auseinanderdividieren der Zeitarbeiter vom Stammpersonal eines Unternehmens werde nun in weiten Teilen unterbunden, die Gleichstellung angestrebt. Das gelte angefangen von Sozialleistungen über gleiche Kantinenpreise, die Teilnahme an Betriebsausflügen bis hin zu betrieblichen Arbeitszeitregelungen oder sogar Betriebspensionen ab einer gewissen Überlassungsdauer.
Mehr Informationen dazu im Standard-Artikel. Wir werden in der Praxis sehen, ob hier wieder einmal nur eine Alibi-Aktion durchgeführt wird, oder ob sich für die überlassenen KollegInnen wirklich etwas in der Praxis verbessert. Eine sehr einfach Maßnahme wäre ja gewesen, einfach zu verbieten, dass große Konzerne ihre eigene Überlassungsfirma gründen und dann MitarbeiterInnen zu schlechteren Bedingungen an sich selbst überlassen. Aber so weit geht der Mut unserer PolitikerInnen wohl nicht.
Bernd sagte
Siemens Frankfurt Schaltanlagenwerk!!! Es ist ja schon ein hohn was die mit den Leiharbeiten die schon mehr als 2-3 jahre dort arbeiten jetzt machen.600-700€ weniger im Monat ,es ist eine Sauerrei!!!!
beekaye1 sagte
toll dass leiharbeiter sogar in der kantine essen und auf betriebsausflügen dabei sein dürfen. auch der dienstboteneingang und die getrennte sitzordnung in den öffis findet nicht statt. wow!!! da macht es gleich viel weniger aus, dass sie wesentlich höherer armutgefährdung ausgesetzt sind und ein prekäres leben unter minimalster absicherung führen dürfen. von tatsächlicher gleichheit, sprich: gleicher lohn für gleiche arbeit (und auch gleicher prämien/boni-anspruch, weiterbildungsmögklichkeiten….) ist die geschichte ganz weit weg. ich sehe das als alibiaktion, bei der es zuckerln gibt, um den bitteren geschmack der diskriminierung zu überdecken. geht’s der wirtschaft(skammer) gut…..