Siemens-Konzern weist iranische Vorwürfe zurück
Geschrieben von lindasu - 27. September 2012
Siemens soll Sabotage betreiben? Darüber berichtet dw.de:
Der Iran hatte in der Vergangenheit bereits mehrmals mit schweren Beinträchtigungen seines umstrittenen Atomprogramms zu tun. Alaeddin Borudscherdi, Abgeordneter im iranischen Parlament, fürchtet jetzt eine neue Bedrohung. Er wirft dem Münchner Technologiekonzern Siemens vor, Bauteile für das iranische Atomprogramm mit Sprengstoff versehen zu haben.
Siemens meint, dass das unmöglich ist.
Siemens wies alle Anschuldigungen zurück. Der Konzern mache seit der Gründung der Islamischen Republik 1979 keine Geschäfte, die im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm stünden, betonte Siemens.
Vielleicht doch Sabotage, aber nicht von Siemens.
Giorgio Franceschini von der HSFK hält es für denkbar, dass es sich auch bei den Bauteillieferungen um einen Sabotageakt handeln könnte – ausgeführt allerdings nicht durch den Münchner Konzern, sondern durch Geheimdienste. Auch bei der Stuxnet-Attacke 2010 war vor allem ein Überwachungs- und Steuerungssystem der Firma Siemens betroffen: “Beim großen digitalen Angriff auf die iranischen Anreicherungsanlagen hat man das Virus auf bereits im Land befindliche Siemens-Software installiert. Das heißt, die Iraner hatten Steuerungssoftware von Siemens”, erklärt Franceschini. Wie die Technologie in das Land kam, ob möglicherweise Zwischenhändler oder gar Geheimdienste sie an die iranische Regierung verkauft hatten, könne man aber nicht genau sagen.