Siemens MitarbeiterInnen-Blog

Betriebsrat Siemens CVC

Im November sagt der Chef, wer weg muss

Geschrieben von hmh - 3. Oktober 2012

Siemens Peter Löscher München

© APA / dpa / Siemens

Siemens-Chef Peter Löscher bereitet die Beschäftigten des Weltkonzerns wegen der schwierigen Wirtschaftslage auf ein neues Sparprogramm mit dem Abbau zahlreicher Arbeitsplätze vor. Anfang November würden die Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt, kündigte der gebürtige Österreicher in der “WirtschaftsWoche” an.

Über den Zeitplan und die Inhalte des Siemens-Sparprogramms wird seit Wochen spekuliert. Die Gespräche sind nach Darstellung von Löscher aber noch nicht abgeschlossen.“Erarbeiten zur Zeit ein Effizienzprogramm”

“Wir erarbeiten zurzeit ein Effizienzprogramm, mit dem wir unsere Strategie und unsere finanziellen Zielsetzungen unterlegen werden und unser 2011 erreichtes Anspruchsniveau dauerhaft sichern wollen.”
Siemens wolle das Kerngeschäft stärken und Personal in schwächeren Sparten reduzieren. Das Quartal von April bis Juni war für Siemens enttäuschend verlaufen. Die Auftragseingänge verringerten sich um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, der Gewinn blieb mit 823 Millionen Euro hinter den Erwartungen von Analysten zurück.

Windsparte und Transformatoren schwach 

Zu den schwächeren Unternehmensteilen gehören die Windsparte in den USA und der Bau von Transformatoren. Auch die Sparte Infrastruktur entwickelt sich schwächer als erwartet.

“Dass es ganz generell im Infrastrukturgeschäft in der momentanen Phase der Weltwirtschaft zur Verschiebung von Großaufträgen kommt, trifft zwar auch Geschäfte in dem neuen Sektor”, sagte Löscher der “Wirtschaftswoche”. Das ändere aber nichts an dem “dauerhaften Trend zur Urbanisierung und dem großen Bedarf an Lösungen für Städte”.

Gute Chancen sieht Löscher weiter in den Schwellenländern. “Unser Geschäft in den Schwellenländern wird weiterhin kräftiger wachsen als in den entwickelten Märkten”, sagte er der “Wirtschaftswoche”. Bereits ein Drittel des Umsatzes erziele Siemens in den Schwellenländern. Europa liege mit rund 40 Prozent noch vorn. (dpa/AFP/APA/pm)

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