Neue Stromzähler: Wie sich die Politik der Industrie beugt
Geschrieben von michimueller - 26. Oktober 2012
Viel wird in letzter Zeit über die sog. Smart Meter berichtet und welcher immense Vorteil sie denn wieder für die Konsumenten seien. Dass dieser Konsumentenvorteil genauso ein Schmäh ist wie die Stromspareffekte durch das Verbot der Glühbirnen, ist nicht schwer zu durchschauen. Dass Siemens (wie auch schon die Konzerntochter Osram beim Glühbirnenverbot) auch bei der Einführung der Smart Meter als Lobbyist in eigener Sache auf Kosten der Konsumenten wieder genannt wird, ist bedauerlich genug.
Welches Paradies die Smart Meter aber für Hacker und Anhänger des “gläsernen Menschen” sind, kann man in einem aktuellen Artikel des Nachrichtenmagazins profil nachlesen.
Ulrich Greveler und seine Kollegen vom Labor für IT-Sicherheit der FH Münster waren überrascht. Sie hatten vom deutschen Forschungsministerium den Auftrag erhalten, herauszufinden, was Smart Meter über Hausbewohner verraten. Diese Geräte können im Abstand von Stunden, Minuten oder Sekunden den Stromverbrauch erfassen und schicken ihn an das Rechenzentrum des Energieversorgers. Auf dem Weg dorthin griffen die Forscher auf die Daten zu. Aus den Stromverbrauchsdaten lassen sich je nach Messintervall Rückschlüsse auf Verhaltensweisen der im Haushalt lebenden Personen ziehen und so tiefe Einblicke in deren Privatleben gewinnen. Das Team konnte exakt feststellen, wann welche Haushaltsgeräte benutzt wurden, und sogar welchen TV-Sender die Familie wählte.
Wie das geht? Nachlesen im profil.