Archiv für die Kategorie ‘Diskriminierung’
Geschrieben von michimueller - 31. März 2012
Selbst auf die Gefahr hin, von einigen Kolleginnen als Macho verdammt zu werden, erlaube ich mir, auf den neuesten Artikel im profil über die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern hinzuweisen.
Frauen verdienen in Österreich bei gleicher Arbeit um ein Viertel weniger, trommeln Politikerinnen seit Jahren. Gleich zwei Equal Pay Days pro Jahr und noch mehr Kampagnen verbreiten diese Botschaft. profil hat neueste Berechnungsmethoden und Studien analysiert: Die weit geöffnete Lohnschere ist ein Mythos.
So lautet die Einleitung des Artikels. Und er zitiert auch einen Siemens-Betriebsrat:
Exemplarisch die Stellungnahme von Fritz Hagl, Zentralbetriebsratsvorsitzender der Siemens AG Österreich (12.000 Mitarbeiter): „Der Bericht zum Einkommens-Transparenzgesetz ergibt, dass es de facto keine Unterschiede bei den Einkommen weiblicher und männlicher Mitarbeiter gibt. Dort, wo noch marginale Unterschiede auftreten, sind diese durch Montagearbeiten beziehungsweise die unterschiedliche Abgeltung von Mehrleistungen erklärbar.“
Ob man es nun glaubt oder nicht, es lohnt sich, den Artikel im profil zu lesen.
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Geschrieben von michimueller - 15. März 2012
Der Standard Online berichtet über eine Umfrage des Job-Portals karriere.at, wie weit Einkommen transparent gemacht werden (sollen):
Für die meisten Österreicher ist die Höhe ihres Einkommens eine höchst persönliche Angelegenheit, über die sie nur ungern sprechen. 36 Prozent der Arbeitnehmer geben ihr Gehalt grundsätzlich nicht preis, 32 Prozent sprechen nur mit ausgewählten Kollegen über ihr persönliches Einkommen. Das hat eine Online-Umfrage des Job-Portals karriere.at unter 723 Arbeitnehmern und 246 Arbeitgebern ergeben. Demnach hält nur ein Viertel (26 Prozent) der Arbeitnehmer das eigene Einkommen gegenüber Kollegen nicht geheim. Nur sechs Prozent der Umfrage-Teilnehmer gaben an, dass ihre Unternehmen transparente Gehaltsschemata hätten, an denen man sich orientieren könne.
Es sieht so aus, als würden die Unternehmen von dieser Geheimniskrämerei mehr profitieren als die ArbeitnehmerInnen.
Dass die Höhe des Einkommens in den meisten Betrieben nach wie vor Verhandlungssache ist, zeigen die Antworten auf Unternehmerseite: Fast jeder Zweite (46 Prozent) meint, dass die Höhe der Gehälter in erster Linie durch Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt bestimmt würde. 28 Prozent der Arbeitgeber setzen die Mitarbeitergehälter in Relation zum durchschnittlichen Team-Gehalt fest. Für jede siebente Führungskraft (15 Prozent) ist die Leistung der Mitarbeiter der Schlüssel zu höheren Bezahlungs-Sphären: “Wer viel Leistung bringt, verdient mehr.” Dass Gehälter transparent aufgeschlüsselt sind, glaubt lediglich jeder neunte Unternehmer (11 Prozent) – das sind aber fast doppelt so viele wie auf der Arbeitnehmerseite. (APA, 14.3.2012)
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Geschrieben von michimueller - 8. März 2012
Die Länder Nordeuropas sind bei der Gleichstellung von Frauen am fortschrittlichsten. In entsprechenden Studien werden Island und Schweden an der Spitze des Rankings gesehen, dort besteht noch am ehesten Gleichberechtigung. Doch die Statistiken bergen auch etliche Überraschungen.
Beim Index der geschlechtsspezifischen Ungleichheit im Rahmen des Human Development Report des UNO-Entwicklungsprogrammes (UNDP) liegt Schweden an erster Stelle, dahinter liegen die Niederlande, Dänemark, die Schweiz, Finnland, Norwegen, Deutschland, Singapur, Island und Frankreich. Österreich belegt Rang 16.
Burundi und Ägypten
Vor allem die Details des WEF-Berichts bergen Überraschungen: So liegen etwa die Bahamas in gleich drei Kategorien – bei der Integration ins Arbeitsleben, bei Bildungschancen und Gesundheit – auf Rang eins. Albanien wiederum belegt den letzten Platz bei der Gesundheit – noch hinter allen Entwicklungsländern.
Bei der Beteiligung auf dem Arbeitsmarkt hat Burundi als einziger untersuchter Staat einen größeren Anteil von Frauen als Männer. Es folgen Ghana, Mosambik und Tansania. Noch überraschender ist die Statistik der Lohngerechtigkeit, also die Frage, ob Frauen für dieselbe Arbeit auch denselben Lohn wie Männer erhalten: Hier führt Ägypten vor Lesotho, Albanien, Malaysia, Singapur und Uganda. Allerdings liegt Ägypten beim tatsächlichen Einkommensunterschied dann wieder im Schlussfeld.
Noch mehr interessante Details der Studie auf ORF Online.
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Geschrieben von michimueller - 9. Januar 2012
Laut einer aktuellen Studie aus Deutschland beeinflusst der Stil von Führungskräften, ob es in einem Unternehmen Mobbing gibt oder nicht. Und auch die Mobbing-Beraterin der Arbeiterkammer in Salzburg bestätigt: In neun von zehn Fällen ist der Chef schuld an Schikanen am Arbeitsplatz.
Rund 200 Personen suchen jedes Jahr Hilfe bei der Mobbingberatung der Arbeiterkammer Salzburg. Die Mobbing-Opfer sprechen meist über Schikanen und seelische Qualen durch Vorgesetzte, schildert Mobbing-Beraterin Gabriele Wonnebauer: „Laut unserer Erfahrung in der Mobbing-Beratung ist das Verhaltung von Führungskräften sehr maßgeblich, ob Mobbing entstehen oder sich weiter aufrecht erhalten kann.“
In neun von zehn Fällen ist der Chef (mit)schuld
Wonnebauer nennt konkrete Zahlen: „Man kann sicher sagen, dass in neun von zehn Fällen der Chef auf irgendeine Weise beteiligt ist. Entweder, weil er vom Mobbing weiß und nichts dagegen unternimmt, oder weil er selbst aktiv am Mobbing beteiligt ist.“
Den ganzen Artikel findet ihr auf ORF Online, die Studie auf der Homepage der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.
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Geschrieben von michimueller - 24. Dezember 2011
Die Siemens-Aktionäre sollen über eine Frauenquote im Aufsichtsrat abstimmen. Der Verein der Belegschaftsaktionäre von Siemens setzte eine Ergänzung der Tagesordnung zur nächsten Hauptversammlung am 24. Januar in München durch.
Die Aktionäre sollen beschließen, dass über eine Satzungsänderung ab der nächsten Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Aktionärsseite im Jahr 2013 mindestens 30 Prozent und ab 2018 mindestens 40 Prozent Frauen zu wählen sind. Der aktuelle Aufsichtsrat und der Vorstand von Siemens schlägt den Aktionären jedoch vor, diesen Antrag der Belegschaftsaktionäre abzulehnen.
Siemens-Personalvorstand Brigitte Ederer hat sich jedoch wiederholt gegen die Einführung einer festen Quote ausgesprochen. Juristen verweisen darauf, dass eine Frauenquote im Aufsichtsrat ohnehin nur die Aktionäre festlegen könnten. Dies liege nicht in der Entscheidungsmacht des Vorstandes.
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Geschrieben von lindasu - 13. November 2011
Klare Worte der GPA-djp in die Kompetenz:
Europa hat ein Problem. Ein von Hetzern angefachter und von psychopathischen Gewalttätern exekutierter Kampf der Kulturen ist zur Bedrohung unserer demokratischen Gesellschaft geworden. Wer da nichts hören, nichts sehen und nicht reden will, macht sich mitschuldig.
Die Freiheitliche Arbeitnehmer haben sich beim AK-Vorstand über diesen Artikel beschwert (“Parteipolitik”) und ein Ende der Zusammenarbeit zwischen die AK und die GPA-djp gefordert.
Antifaschismus ist nicht Parteipolitik sondern eine wichtige Aufgabe der Gewerkschaft. Punkt.
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Geschrieben von michimueller - 19. Oktober 2011
Der Elektrokonzern Siemens lehnt eine gesetzliche Regelung für den Anteil von Frauen in Vorständen oder Aufsichtsräten weiter ab. «Wir halten nichts von einer gesetzlichen Quote», sagte Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.
Wenn unsere oberste Personalchefin ein Interview gibt, dann finden sich darin immer bemerkenswerte Aussagen. Also Frauenquote will Siemens keine. Schließlich kann man ehrgeizige Ziele ja auch ohne gesetzliche Vorgaben erreichen. Von besonderem Ehrgeiz scheint bei diesem Thema aber niemand aus der Führungsriege gepackt:
Siemens will in Deutschland bis 2015 den Anteil von Frauen in Führungspositionen von derzeit 10 auf 12 bis 13 Prozent erhöhen.
Wow, doch so viel?
Das klinge zwar nach nicht besonders viel, sei aber angesichts der wenigen Frauen in technischen Berufen eine große Herausforderung, sagte Ederer.
Ja, eh. Große Herausforderung. Schließlich ist ja alles so schwierig…
Den Artikel im STERN findet ihr hier.
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Geschrieben von michimueller - 29. Juli 2011
Nach wie vor befinden sich deutlich mehr Männer in Führungspositionen als Frauen: 68 Prozent der Führungskräfte sind männlich, 32 Prozent weiblich. Der Anteil der Frauen in Leitungsjobs ist innerhalb der letzten drei Jahre um drei Prozentpunkte gesunken.
berichtet der Standard Online.
“Während der Jahre der Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Luft für Frauen dünner geworden: Weniger Führungsjobs in Unternehmen bedeuten offensichtlich auch weniger Chancen für Frauen. …”, sagt Oberösterreichs AK-Präsident Johann Kalliauer in einer Aussendung.
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