Siemens MitarbeiterInnen-Blog

Betriebsrat CMT

Mit ‘Brigitte Ederer’ getaggte Artikel

Brigitte Ederer im Interview: “Wir dürfen unser Know-how nicht verlieren”

Geschrieben von michimueller - 14. Mai 2012

Der Wettbewerb um die klugen Kopfe in Deutschland nimmt zu, sagt Siemens-Personalvorstand Brigitte Ederer.

In der Zeit Online erzählt Brigitte Ederer, was Siemens alles unternimmt, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Da gibt es einige sehr interessante Antworten. Beispiel:

Allein für unsere gut 2.000 Ausbildungsstellen haben wir etwa 40.000 Bewerbungen pro Jahr, insgesamt sind es gut 130.000 Bewerbungen. Unser Problem ist eher, dass wir Qualifikationen suchen, die am Markt nicht immer gleich verfügbar sind.

Das relativiert auch ein wenig die ständigen Aussagen des Unternehmens, wie “händeringend” man nach MitarbeiterInnen sucht. Vielleicht liegt es eher am Anforderungsprofil, wo man eine/n 20-Jährige/n mit 40 Jahren Berufserfahrung und den Gehaltsvorstellungen eines Lehrlings sucht?

Ederer: Wir müssen aufpassen, dass wir das Know-how, das wir im Unternehmen haben, nicht verlieren. Das ist eine wirkliche Herausforderung für die kommenden Jahre. Wir müssen schauen, dass ältere Menschen länger in Beschäftigung bei uns bleiben und dass sie Ihr Wissen an die jüngeren weitergeben.

Woran liegt es dann, dass es kaum über 60-Jährige im Unternehmen gibt?

Auch beim Thema “Frauenquote” wird man das Gefühl nicht los, Siemens versuche sich ein wenig durchzuschwindeln.

Ederer: Im Moment kann ich sagen, dass wir gut im Rennen liegen und unser Etappenziel erfüllt haben. Aber wir dürfen jetzt nicht an Elan verlieren. Wir müssen weiter daran arbeiten, Frauen das Zurückkommen nach der Babypause zu erleichtern. Manchmal sind es banale Dinge, auf die man achten muss – etwa, dass Vorgesetzte eine Sitzung nicht für 18 Uhr ansetzen.

Frage: An den heilsamen Druck durch eine gesetzliche Quote glauben Sie nicht?

Ederer: Wir haben jetzt einen klaren Vorstands- und Aufsichtsratsbeschluss. Diese Ziele gelten also! Im Übrigen denke ich, dass eine starre Quote für die Besetzung von Aufsichtsräten und Vorständen vor allem jüngeren Frauen zunächst einmal nichts nützt.

Weiterlesen auf Zeit Online.

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Mit Brigitte Ederer im Wiener Akademietheater

Geschrieben von michimueller - 5. März 2012

Die Welt am Sonntag begleitete Brigitte Ederer bei einem Theaterbesuch und führte dabei ein interessantes Interview.

Hier sind einige Auszüge:

Als junge Frau wollte Brigitte Ederer die Welt verbessern, später musste die Managerin bei Siemens Hunderte Stellen streichen. Für die österreichische Sozialdemokratin eine der schlimmsten Situationen in ihrem Leben.

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Welt am Sonntag: Sie mussten als Chefin von Siemens Österreich Hunderten von Leuten den Job kündigen. Das entspricht doch nicht dem sozialdemokratischen Ideal, oder?

Brigitte Ederer: Das war in der Tat eine der schwierigsten Situationen in meinen Leben. Denn wenn Sie Menschen gegenübersitzen und ihnen eine solche Botschaft überbringen müssen … Das ging mir richtig unter die Haut. Das will ich auch nicht noch mal machen müssen.

Welt am Sonntag: Aber Sie sind nun global für die Personalabteilung von Siemens zuständig. Würden Sie selbst gehen, wenn eine Kündigungswelle anstünde?

Brigitte Ederer: Nein, das wollte ich damit nicht sagen. Natürlich kann man nie ausschließen, dass in einem internationalen Konzern irgendwo Personalanpassungen notwendig werden. Wenn, dann muss das aber mit größtmöglicher sozialer Verantwortung erfolgen.

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Welt am Sonntag: An anderer Stelle schreiben Sie das Thema Frauen aber durchaus groß. Zum Beispiel wenn es darum geht, die Kinderbetreuung auszubauen. Sie wollen das Angebot bis 2015 auf 2000 Kita-Plätze aufstocken. Ist das angesichts der 116 000 Mitarbeiter in Deutschland mehr als Marketing?

Brigitte Ederer: Wir haben bei 400 Plätzen begonnen, da ist die Steigerung durchaus beachtlich. Aber klar, angesichts der Gesamtmitarbeiterzahl wird selbst bei 2000 Plätzen der Andrang noch groß sein.

Hier kann man das Interview nachlesen.

 

 

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Siemens-Chefin Brigitte Ederer gegen “Anfütterungsverbot”

Geschrieben von michimueller - 23. Februar 2012

Im Zuge des parlamentarischen U-Ausschusses ist auch vom sog. “Anfütterungsverbot” die Rede – von einer Regelung, die Geschenke an Politiker, Einladungen zu Jagden, etc verbietet. In Österreich gab es schon mal ein solches Verbot, das auf Druck aus der Wirtschaft wieder abgeschafft wurde. ORF Online nennt 3 Namen, die damals seitens der Wirtschaft Lobbying-Arbeit geleistet haben, dieses “Anfütterungsverbot” wieder abzuschaffen:

Gegen die verschärften Korruptionsbestimmungen hatte etwa der oberösterreichischen Raiffeisen-Chef Ludwig Scharfinger mobil gemacht, ebenso wie Siemens-Chefin Brigitte Ederer oder Helga Rabl-Stadl von den Salzburger Festspielen. Der damalige Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Markus Beyrer, wandte sich sogar gegen die Wortwahl des “Anfütterns”: Der Begriff suggeriere, so Beyrer, dass Normales nicht in Ordnung sei.

Den Artikel nach dem Bericht des Ö1-Mittagsjournals finden Interessierte hier!

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Siemens-Vorstand macht an der Börse Kasse

Geschrieben von michimueller - 7. Februar 2012

München (dapd). Sieben der zehn Siemens-Vorstandsmitglieder haben Aktien des eigenen Unternehmens verkauft. Insgesamt trennten sie sich von 10.110 Papieren im Gesamtwert von 740.000 Euro, wie der Münchner Konzern am Montag in Ad-hoc-Meldungen mitteilte. Die Verkäufe erfolgten bereits am 1. Februar. Vom Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher wurden keine Verkäufe gemeldet.

Hintergrund des Verkaufs ist Siemens zufolge ein Programm, bei dem Mitarbeiter für Aktien, die sie drei Jahre lang halten, weitere Aktien gratis bekommen. Da darauf Steuern fällig würden, hätten die Vorstandsmitglieder nun Papiere verkauft, um diese Kosten auszugleichen. dapd

Das meldet financial.de.

Die 7 Vorstandsmitglieder sind Dr. Hermann Requardt, Klaus Helmrich, Dr. siegfried Russwurm, Joe Kaeser, Peter Solmssen, Dr. Roland Busch und Brigitte Ederer.

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“Leuchtturmprojekt” von Magna und Siemens geplatzt

Geschrieben von michimueller - 17. Januar 2012

Frank Stronach hatte schon viele spektakuläre Pläne: eine Weltkugel in Ebreichsdorf, ein neuer Themenpark im Prater, ein neues Stadion samt Einkaufszentrum in Rothneusiedl. Gemeinsam ist ihnen, dass sie allesamt gescheitert sind – so, wie sein nicht minder großer Plan, ein privat finanziertes medizinisches Forschungszentrum neben dem Wiener AKH zu etablieren. Nach Informationen der “Wiener Zeitung” hat sich das einst mit 100Millionen Euro veranschlagte “Leuchtturmprojekt” endgültig in Luft aufgelöst.

 Die Prominenz war groß als das Vorhaben kurz vor Weihnachten 2006 vorgestellt wurde: Bürgermeister Michael Häupl lud den damaligen Magna-Vize-Chef Siegfried Wolf sowie die frühere Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer zur Pressekonferenz, um das Gemeinschaftsprojekt der beiden Großkonzerne vorzustellen.

Ja, wenn es großartige Pläne vorzustellen gibt, sind auch die ganz wichtigen Leute zur Stelle. Mehr als 5 Jahre und viele Projektverschiebungen später gibt man sich ziemlich wortkarg:

Äußerst schweigsam zum gescheiterten Vorhaben äußern sich die Initiatoren Magna und Siemens. Von beiden Konzernen heißt es: “Kein Kommentar.”

Den ganzen Artikel gibt’s in der Wiener Zeitung.

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Siemens-Aktionäre stimmen über Frauenquote ab

Geschrieben von michimueller - 24. Dezember 2011

Die Siemens-Aktionäre sollen über eine Frauenquote im Aufsichtsrat abstimmen. Der Verein der Belegschaftsaktionäre von Siemens  setzte eine Ergänzung der Tagesordnung zur nächsten Hauptversammlung am 24. Januar in München durch.
Die Aktionäre sollen beschließen, dass über eine Satzungsänderung ab der nächsten Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Aktionärsseite im Jahr 2013 mindestens 30 Prozent und ab 2018 mindestens 40 Prozent Frauen zu wählen sind. Der aktuelle Aufsichtsrat und der Vorstand von Siemens schlägt den Aktionären jedoch vor, diesen Antrag der Belegschaftsaktionäre abzulehnen.
 
 
Siemens-Personalvorstand Brigitte Ederer hat sich jedoch wiederholt gegen die Einführung einer festen Quote ausgesprochen. Juristen verweisen darauf, dass eine Frauenquote im Aufsichtsrat ohnehin nur die Aktionäre festlegen könnten. Dies liege nicht in der Entscheidungsmacht des Vorstandes.
 

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Siemens zahlt bis zu 500 Euro pro Monat zur Kinderbetreuung

Geschrieben von michimueller - 12. Dezember 2011

….aber nur in Deutschland. Das ist die Aussage unserer obersten Personalchefin, Fr. Ederer, in einem Interview mit den Oberösterreichischen Nachrichten.

Siemens zahlt in Deutschland Rückkehrprämie für junge Mütter

LINZ/WIEN/MÜNCHEN. Allein bei Siemens Deutschland werden bis 2020 14.000 Fachkräfte fehlen. Um vermehrt Frauen anzusprechen und zu halten, hat die oberste Personalchefin, Brigitte Ederer, eine beispiellose Initiative gesetzt: Siemens zahlt bis zu 500 Euro pro Monat zur Kinderbetreuung.

Schon jetzt fehlen Siemens 3400 Techniker, sagt Ederer, die seit Mitte 2010 Personalvorstand des deutschen Technologiekonzerns ist. Bei den unter 30-jährigen Führungskräften ist der Frauenanteil 30 Prozent. “Dann verlieren wir viele, die Mütter werden”, sagt die gebürtige Wienerin.

Ederer forciert deshalb den Ausbau von betriebseigenen Krippenplätzen und ist damit in guter Gesellschaft anderer Großkonzerne. Zusätzlich bekommen Eltern einen Zuschuss, wenn sie nach der Geburt eines Kindes rasch wieder in Teilzeit in ihren Job zurückkehren. “Wenn die Frauen zu lange wegbleiben, verlieren sie ihre Qualifikation und ihre Kontakte”, wird Ederer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitiert.

500 Euro für Babybetreuung

Ihr Angebot: Entstehen Betreuungskosten, werden diese mit bis zu 500 Euro monatlich bis 14 Monate nach der Geburt eines Kindes bezuschusst. Ederer will auch flexible Arbeitszeiten forcieren und den Frauenanteil auf allen Unternehmensebenen steigern.

Im Rahmen der freiwilligen Selbstverpflichtung der 30 wichtigsten börsenotierten Unternehmen Deutschlands will Siemens den Anteil der Frauen unter allen Führungskräften von zehn auf 12 bis 13 Prozent steigern und wurde dafür von der Arbeitsministerin gerügt, das sei wenig ambitioniert. Laut Ederer bedeutet das, 500 geeignete Frauen finden zu müssen. “Das ist für einen Technologie-Konzern viel.”

In Österreich ist die Siemens-Deutschland-Initiative kein Thema. “Aus heutiger Sicht ist das nicht nötig. Der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften ist in Deutschland größer als bei uns”, wird aus der Pressestelle von Siemens Österreich beschieden. Der Österreich-Ableger hat auch nicht jene Deklaration unterzeichnet, mit der die Industriellenvereinigung (IV) die Selbstverpflichtung der Betriebe in Richtung Familienorientierung und mehr Frauen in Führungspositionen steigern will.

In der IV wird bis zum Frühjahr 2012 ein Leitfaden erarbeitet, um die Initiative “Frauen führen” in die Mitgliedsbetriebe zu bekommen. Wie in Deutschland geht es um freiwillige Selbstverpflichtungen, gesetzliche Vorgaben lehnt die Industrie ab.

Doch auch in Österreich soll es laut IV in die Richtung gehen, dass sich Betriebe konkret messbare Ziele geben. Mit gutem Beispiel vorangehen kann beispielsweise Infineon Österreich. Dort betreibt Vorstandschefin Monika Kircher-Kohl seit Jahren bewusste Frauenförderung: Bei den technischen Lehrlingen erreicht der Anteil der Mädchen fast 50 Prozent.

Technikerinnen gesucht

Bis 2015 will der Halbleiter-Bauer seinen Frauenanteil in Führungspositionen auf 15 Prozent, bis 2020 auf 20 Prozent steigern. “Das ist eine Herausforderung, wenn man weiß, dass zwei Drittel unserer Leitungsjobs aus den technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen kommen”, sagt Kircher-Kohl. Im Vorstand in Österreich ist die Gleichbehandlung übrigens übererfüllt: Seit Kurzem sind zwei der drei Vorstände Frauen. (sib)

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Interview mit Brigitte Ederer in NEWS

Geschrieben von michimueller - 17. November 2011

Im aktuellen “News” (Nr. 46/11 vom 17.11.2011) führt Iris Brüggler ein Interview mit Brigitte Ederer, der obersten Personalchefin der Siemens AG und für das Schicksal von etwa 400.000 Beschäftigten weltweit verantwortlich.

»Daheim gibt’s für mich nur Hilfsdienste«

Brigitte Ederer. Die Personal- und Europachefin des Siemens-Konzerns führt 360.000 Menschen. Im NEWS-Interview spricht die Wienerin über Außerberufliches und zeigt ihr Leben in München.

Wenn sich Brigitte Ederer für ein Foto zurechtmacht, nimmt sie rasch die Haarbürste aus der Tasche, frisiert einmal durch und trägt noch ohne Spiegel kurz Lippenstift auf. “Fertig“, sagt sie und strahlt in die Kamera. Dennoch: Ein bisschen eitel ist die mächtigste Österreicherin dann doch, denn mit Brille will sie nicht fotografiert werden: “Die steht mir nicht.“ Sie lächelt wieder und erklärt sich bereit zur Erkundung der anderen Heimatstadt München. Vor eineinhalb Jahren wurde die leidenschaftliche Wienerin hierher in die Konzernzentrale von Siemens gerufen. Seither ist sie als Personal- und Europachefin für die 360.000 Mitarbeiter des Weltunternehmens zuständig. Ihr Vorstandsgehalt liegt bei geschätzten 2,8 Millionen Euro im Jahr. Keine zweite Österreicherin ist derzeit so erfolgreich wie sie, und so führt Ederer jedes Ranking der wichtigen Businessfrauen des Landes souverän an.

Für NEWS nahm sich die frühere SPÖ-Politikerin Zeit, um durch München zu führen und zu erzählen, wie sie in dieser Stadt arbeitet und wo sie ihre rare Freizeit verbringt. Denn im Grunde ist jede Minute verplant. “Seit 28 Jahren, damals war ich 27 und wurde Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat, eile ich von einem Termin zum nächsten. Wenn mich jetzt der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher anruft und sagt: ‚Fahren Sie bitte nach Brasilien‘, dann sitze ich morgen im Flugzeug dorthin“, so Ederer im Interview mit NEWS. Dabei reist sie nicht einmal sonderlich gern, sondern ist am liebsten zuhause in Wien gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem SPÖ-EU-Abgeordneten Hannes Swoboda.

Ederer lacht und geht zielgerichtet von ihrem Büro im vierten Stock der Siemens-Zentrale ins nahe gelegene Franziskanerbräu: Der Obazte, ein Käse mit viel Butter versetzt, und dazu ausnahmsweise ein Bier, weil es schon fast 19 Uhr ist, schmecken.

NEWS: In Wien wurden Sie unlängst beim Einkaufen im zweiten Bezirk gesehen. Wie viel Zeit bleibt Ihnen für diese alltäglichen Notwendigkeiten?

Brigitte Ederer: Ja, mir macht niemand die Einkäufe, leider! Also kaufe ich für das Wochenende, wenn ich mit meinem Mann daheim in Wien bin, am Karmelitermarkt ein. Und zwar Lebensmittel für uns und Obst oder Kleinigkeiten für meine Mutter. Und wenn ich etwas vergessen habe, dann gehe ich noch zum Lebensmittelladen ums Eck.

NEWS: Und dann kochen Sie zuhause?

Ederer: Ich nicht. Mein Mann kocht, und zwar sehr gut. Es ist für unsere Beziehung besser, wenn ich mich nicht in der Küche aufhalte. Nur Abwaschen und Wegräumen werden mir zugewiesen. Daheim gibt’s für mich nur Hilfsdienste.

NEWS: Würden Sie nicht auch gern da und dort an den Herd?

Ederer: Nein, ich koche nicht gern, weil mir irgendwie um die Zeit leid ist. Man steht Stunden in der Küche, und in zehn Minuten ist dann alles weggegessen. Das ist mir irgendwie langweilig.

NEWS: Sie gelten als sehr schnelle Arbeiterin, die sehr effizient Dinge erledigt. Können Sie denn nie abschalten?

Ederer: Ich muss mich wirklich oft einbremsen, denn diese Schnelligkeit ist nicht gesund. Wenn ich beispielsweise meine über 80-jährige Mutter im Pflegeheim in Wien besuche, dann komme ich hin, bin immer noch auf Vollgas und muss mich dann herunterbremsen auf zwei Stundenkilometer. Das tut mir richtig gut. Denn sonst lebe ich schon unter einem enormen Druck.

NEWS: Ihre Familie ist ein gutes Stichwort. Sie wurden als Tochter einer alleinerziehenden Arbeiterin in Floridsdorf geboren, kommen aus einfachen Verhältnissen. Heute verdienen Sie 2,8 Millionen Euro im Jahr. Genießt man da das Geld doppelt?

Ederer: Ich habe mir nie erträumt, viel Geld zu verdienen. Aber ich führe kein wesentlich anderes Leben als vor 20 Jahren. Ja gut, meine Wohnung ist größer, aber ich kaufe immer noch ähnliche Kleidung und fahre in Wien öffentlich, habe eine Jahreskarte der Wiener Linien. Die Urlaube sind kürzer, dafür gönnen wir uns im Urlaub mehr. Aber letztlich glaube ich, wenn ich mit dem Job fertig bin, dann wird es mir nicht schwerfallen, mich ganz normal wieder ins Leben einzugliedern.

NEWS: Aber wie bleibt man da am Boden?

Ederer: Ich habe in meinem Leben so viele Menschen die Erfolgsleiter hinaufklettern und wieder runterfallen gesehen und mache mir null Illusionen, wie schnell das alles gehen kann.

NEWS: Sie lassen sich gerne mit “Gitti“ und nicht mit “Brigitte“ ansprechen. Ist diese Verniedlichung, die so ein Spitzname mit sich bringt, ein Täuschungsmanöver, um Ihre wahre Härte zu verbergen?

Ederer: Es gibt schon Menschen, die meinen, dass ich netter wirke, als ich bin. Mir als Führungskraft ist es aber wichtig, alle Leute gleich gut zu behandeln. Wenn ich bewusst in die Irre geführt werde, dann kann ich schon mal Härte an den Tag legen. Das stimmt. Sonst würde ich hier jetzt nicht sitzen.

NEWS: Wie viele Freunde bleiben, wenn man ständig unterwegs ist, und haben Sie hier in München Freundschaften aufgebaut?

Ederer: Ich habe gelernt, dass viele Menschen den Zugang nicht zu einem suchen, weil man als Mensch so gern gemocht wird. Wenn ich heute hier und da hofiert werde, dann ist das oft nicht wegen meiner Person, sondern wegen meiner Funktion, dessen bin ich mir bewusst. Da wird man natürlich vorsichtig, was Freundschaften betrifft. Ich habe das Glück, in Wien einige wenige Freundschaften pflegen zu können, die wenig mit meinem Beruf zu tun haben. Hier in München arbeite ich, da bleibt wenig Zeit, Freundschaften aufzubauen.

NEWS: Sie erwähnen immer wieder Wien. Wenn Sie sich zwischen Wiener Schnitzel und Münchner Weißwurst entscheiden müssen, worauf fällt Ihre Wahl?

Ederer: Auf jeden Fall auf das Schnitzel und Wien. Das ist die Stadt, in der ich mich bis auf die vergangenen eineinhalb Jahre dauernd aufgehalten habe. Ich habe mich in Wien und in Österreich viel herumgetrieben und bei der EU-Volksabstimmung jeden Winkel des Landes kennen gelernt. Ich war bei jeder Müttergruppe im hintersten Tal und habe die Idee des gemeinsamen Europa hingetragen. Österreich und Wien sind meine Heimat.

NEWS: Die EU und der Euro sind in einer akuten Krise, die Europa-Skepsis der Österreicher ist enorm. Ärgert Sie das?

Ederer: Das macht mich traurig. Ich glaube, man muss hier viel mehr erklären, wozu wir das gemeinsame Europa dringend brauchen. Es ist ureigenste Aufgabe der Politik, das zu tun.

NEWS: Aber wenn die Menschen nicht zuhören?

Ederer: Bei der Volksabstimmung wurde auch zugehört. Aber um den Europa-Gedanken zu erklären, muss man in der Politik dem populistischen Zeitgeist widersprechen. Das ist nicht immer einfach.

NEWS: Was Österreich zuletzt enorm beschäftigt hat, war das Thema Korruption. Auch bei Ihrem Konzern Siemens war das ein Thema, und es wurde hart durchgegriffen. Ein Vorbild für die Politik?

Ederer: Ja, Siemens hat sich von Mitarbeitern getrennt, wenn Verfehlungen begangen wurden. Das war natürlich oft schwer, denn man hat ja mit Menschen und Schicksalen zu tun. Aber bei Siemens gilt glasklar: Null Toleranz bei Korruption! Dieser Satz gilt auch für die Politik. In Österreich hoffe ich, dass die Justiz klar und sehr streng vorgeht. Das hoffe ich als Staatsbürgerin.

NEWS: Auch bei Ihnen wird dieser Job einmal vorbei sein. Haben Sie Angst vor dem Moment, an dem Sie die Macht abgeben müssen?

Ederer: Natürlich werde ich Entzugserscheinungen haben, aber ich glaube schon, dass ich problemlos in den Alltag zurückfinde. Wissen Sie, ich würde am Ende so gerne sein wie Helmut Schmidt in Deutschland: Er ist ein weiser alter Mann, und ich wäre gern eine weise alte Frau. Aber da habe ich Gott sei Dank noch ein bisschen Zeit.

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Siemens-Personalchefin lehnt Frauenquote ab

Geschrieben von michimueller - 19. Oktober 2011

Der Elektrokonzern Siemens lehnt eine gesetzliche Regelung für den Anteil von Frauen in Vorständen oder Aufsichtsräten weiter ab. «Wir halten nichts von einer gesetzlichen Quote», sagte Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Wenn unsere oberste Personalchefin ein Interview gibt, dann finden sich darin immer bemerkenswerte Aussagen. Also Frauenquote will Siemens keine. Schließlich kann man ehrgeizige Ziele ja auch ohne gesetzliche Vorgaben erreichen. Von besonderem Ehrgeiz scheint bei diesem Thema aber niemand aus der Führungsriege gepackt:

Siemens will in Deutschland bis 2015 den Anteil von Frauen in Führungspositionen von derzeit 10 auf 12 bis 13 Prozent erhöhen.

Wow, doch so viel?

Das klinge zwar nach nicht besonders viel, sei aber angesichts der wenigen Frauen in technischen Berufen eine große Herausforderung, sagte Ederer.

Ja, eh. Große Herausforderung. Schließlich ist ja alles so schwierig…

Den Artikel im STERN findet ihr hier.

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Interview mit Hanns-Thomas Kopf in der Computerwelt

Geschrieben von michimueller - 4. Oktober 2011

Ist die Übernahme der SIS durch Atos der letzte Akt der von Frau Eder eingeleiteten Abstoßung sämtlicher IT aus dem Siemens-Konzern?

fragt die Computerwelt, und weiter

Siemens präsentiert sich aber letztendlich dem Markt gegenüber nicht mehr als IT-Konzern. Das wurde zweifellos von Frau Eder eingeleitet.

Die Antworten findet ihr in der Online-Ausgabe der Computerwelt.

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Siemens lockt mit Kinderbetreuung

Geschrieben von hmh - 19. September 2011

Über die Initiative von Frau Ederer haben wir ja schon berichtet, aber am Ende dieses Artikels gibt’s ein paar interessante Folien.

Derzeit meldet Siemens 3600 offene Stellen in Deutschland. Im Jahr 2020 drohe dem Konzern eine Lücke von bis zu 14.000 Fachkräften, sagte Siemens-Vorstand Brigitte Ederer (55) gegenüber Welt Online. Ederer ist bei Siemens für das Personal und das Europageschäft zuständig.

Weiter geht’s hier auf silicon.de

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Fr. Ederer im Interview: Kinderkrippen sollen Fachkräfte-Lücke schließen

Geschrieben von michimueller - 16. September 2011

Der Technologiekonzern Siemens will mit noch mehr eigenen Kinderkrippen dem Fachkräftemangel entgegenwirken. “Wenn wir jetzt nicht reagieren, droht Siemens allein in Deutschland im Jahr 2020 eine Lücke von bis zu 14.000 qualifizierten Arbeitnehmern”, sagte Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer der Tageszeitung “Die Welt” (Freitag). Bis Ende des Jahres werde der Konzern zwar 800 Kinderbetreuungsplätze haben, dies sei aber “bei weitem noch nicht genug, auch weil das Thema Kinderbetreuung zu lange der Politik überlassen wurde”, sagte die frühere SPÖ-Politikerin. “Wir müssen deutlich mehr Kinderbetreuungsplätze schaffen.”

Ederer sieht bei der Frauenförderung Nachholbedarf. Junge Mütter müssten nach der Geburt ihres Kindes schneller zurück in den Beruf geholt werden. Die frühere Siemens-Österreich-Chefin hält es daher durchaus für die Aufgabe eines Technologiekonzerns, für die Sprösslinge der eigenen Mitarbeiter Krippen zu betreiben: “Nicht nur Siemens sucht nach den klügsten Köpfen. Da müssen wir uns natürlich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Und da kann es für junge Frauen, aber auch junge Männer durchaus ein Argument sein, zu uns zu kommen, weil wir einen Kinderbetreuungsplatz anbieten.”

Das Interview der Zeitung “Die Welt” mit Brigitte Ederer findet ihr hier.

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Siemens-Ederer, der “Facharbeitermangel” und der “Know How”-Verlust

Geschrieben von lindasu - 14. Juli 2011

Belvederegasse zitierte eine Stellungsnahme des CMT-Betriebsrates zu Aussage von Brigitte Ederer im Standard am 05.07.2011 (siehe auch unser Blog):

So Recht Frau Ederer vielleicht mit manchen Aussagen zum österreichischen Bildungssystem und Defiziten bei der Integration mancher MigrantInnen auch haben mag, so provokant mögen ihre Aussagen zu Frühpensionierungen und drohendem Arbeitskräftemangel für viele (ehemalige) KollegInnen wirken.

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War nicht Frau Ederer an der Spitze des größten Unternehmens der Elektroindustrie, als dieses viele Hunderte IT-Spezialisten auf die Straße setzte oder in den Vorruhestand drängte? War es nicht in ihrer Ära, als Siemens Österreich die Ausbildungsplätze für Lehrlinge immer weiter reduzierte, bis wir heute auf einem Wert angekommen sind, für den wir uns eigentlich genieren sollten?

Die ganze Stellungnahme könnt ihr bei Belvederegasse lesen.

 

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“Österreich leistet sich eine Vergeudung menschlichen Kapitals”

Geschrieben von hmh - 6. Juli 2011

Dieses Zitat unserer ehemaligen Chefin Brigitte Ederer ist die Überschrift eines Artikels im Standard. Sie muss es ja wissen, hat sie doch vor einem Jahr bei der Vergeudung mitgeholfen…

Scharfe Kritik an Bildungssystem und Integrationspolitik: Österreich verliere Know-how – Bedrohlicher Fachkräfte-Mangel stehe bevor

Wien – Migranten der zweiten Generation würden in Österreich unzureichend integriert. Bei Jugendlichen sei die Drop-out-Quote aus dem Bildungssystem zu hoch, und Frauen dränge man aus dem Arbeitsmarkt, da ihnen nach jahrelanger Karenz Berufsqualifikationen fehlten. Brigitte Ederer sieht auf Unternehmen einen bedrohlichen Mangel an Facharbeitern zukommen. Um entgegenzusteuern, fehlten die entsprechenden Rahmenbedingungen in der Integrationspolitik und im Bildungswesen. “Österreich leistet sich eine Vergeudung menschlichen Kapitals.”

Politiker, auch ehemalige, rechnen offenbar alle mit unserer Vergesslichkeit ;-)

Aber lest selbst hier im Standard.

Den krönenden Abschluss des Artikels bildet folgende Aussage:

Österreichs Elektronikindustrie hat zumindest konjunkturell das Schlimmste überstanden. Die Produktion stieg 2010 um mehr als 16 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten nahm um 3,3 Prozent zu. Das Wachstum wird von Exporten getragen. Ederer ist zuversichtlich, heuer das Niveau des Rekordjahres 2009 zu übertreffen.

Kann sich noch jemand an unseren heurigen KV Abschluss erinnern?

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Die unendliche Geschichte: Mehr Beschuldigte bei Siemens

Geschrieben von lindasu - 4. Mai 2011

Der Standard berichtet:

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien hat ihre Ermittlungen bei Siemens Österreich, bei denen es um den Verdacht der Untreue und Bestechung geht, ausgeweitet. Bisher hat die Behörde gegen zwei ehemalige Siemens-Österreich-Manager ermittelt, nun sind zwei weitere Siemensianer (mindestens einer davon ist noch aktiv) dazu gekommen.

Die unendliche Geschichte!

Die verdächtigen Zahlungen haben laut Staatsanwaltschaft ausschließlich dazu gedient, “Amtsträger günstig zu stimmen”. Nach zahlreichen Einvernahmen in- und ausländischer Zeugen (unter ihnen auch Ex-Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer), sind die Ermittler nun dabei, die Zahlungsflüsse aufzuarbeiten.

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