Mit ‘Frauenquote’ getaggte Artikel
Geschrieben von michimueller - 16. April 2012
Der Münchner Konzern Siemens beschäftigt Deutschlands bestbezahlte Managerinnen. Die Einkaufsexpertin Barbara Kux und Personalchefin Brigitte Ederer verdienten jährlich 3,91 beziehungsweise 3,8 Millionen Euro, berichtete das Wirtschaftsmagazin “Capital” (Ausgabe 5/2012) am Montag vorab.
Weitere Details auf financial.de.
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Geschrieben von michimueller - 12. März 2012
Bis 2020 drohe Siemens eine Lücke von bis zu 14.000 Mitarbeitern, warnt Siemens-Chef Peter Löscher. Er sieht die Basis des Wohlstands gefährdet.
Ah, es muss mindestens schon ein paar Tage her sein, seit ich zum letzten Mal vom drohenden Facharbeitermangel lesen musste.
Der österreichische Siemens-Chef Peter Löscher sieht angesichts des Ingenieurmangels mittelfristig die Grundlagen des Wohlstands in Deutschland in Gefahr. “Deutschland bleibt ein Land der Techniker und Bastler, aber uns geht der Nachwuchs aus.
Bei Siemens droht bis 2020 eine Lücke von bis zu 14.000 Mitarbeitern – vor allem Facharbeiter und Ingenieure,” sagt Löscher der “Bild am Sonntag” laut Vorabbericht. Dabei gehe es laut Löscher “um die Basis für unseren Wohlstand und für den Klang von Made in Germany”.
Na zum Glück braucht Herr Löscher nur zur Siemens-Tochter Osram schauen, dort werden grade wieder tausende MitarbeiterInnen abgebaut. Da kann Siemens gleich die drohende Lücke schließen.
Siemens als Vorbild bei Frauenbeschäftigung
Von einer Frauen-Quote, wie von EU-Kommissarin Reding gefordert, hält er allerdings nicht viel. “Quoten bringen uns nicht weiter”, sagt er.
Und er betont: “Siemens hat als erstes deutsches Dax-Unternehmen zwei Frauen im Vorstand. Doch darum geht es nicht. Wir können uns es gar nicht leisten, auf gut ausgebildete Frauen zu verzichten. Absolute Voraussetzung für mehr Frauen in Führungsfunktionen bei Siemens ist aber, dass sich deutlich mehr Mädchen für technische Berufe begeistern.
Sehr schöne Worte. Aber was genau unternimmmt man jetzt bei Siemens?
Hier gehts zum Artikel in der Presse.com.
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Geschrieben von michimueller - 19. Januar 2012
Mit Frauen in der Führungsetage wirtschaften Unternehmen erfolgreicher als ohne. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young bei den 290 größten börsennotierten Unternehmen Europas. Die Studie vergleicht die Jahre 2005 und 2010 und lässt den Schluss zu, dass – zumindest statistisch gesehen – Frauen an der Unternehmensspitze ein Erfolgsgarant sind.
Demnach entwickelten sich die wichtigen Kennzahlen Umsatz, Gewinn, Mitarbeiterzahl und Börsenwert positiver als der Durchschnitt aller Unternehmen, wenn in den Führungsetagen sowohl 2005 als auch 2010 wenigstens eine Frau saß. Der Umsatz stieg in diesen Firmen um 64 Prozent, in Unternehmen ohne Frauen im Vorstand nur um 44 Prozent. Noch deutlicher fällt der Unterschied mit plus 89 Prozent gegenüber plus 67 Prozent beim Gewinn aus.
Zum Artikel auf ORF Online , der noch mehr interessante Details bereit hält, geht’s hier!
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Geschrieben von michimueller - 15. Januar 2012
In der Chefetage von Siemens Österreich sitzt wieder eine Frau: Seit Jahresbeginn ist die Managerin und Energie-Expertin Eveline Steinberger-Kern für die Energiesparte des Konzerns in Österreich und Osteuropa (Cluster CEE) mit 3500 Mitarbeitern und rund 550 Millionen Euro Umsatz verantwortlich.
So beginnt der KURIER seinen Artikel über die Neubesetzung bei der SAGÖ.
So weit – so gut. Sieht ja auf den ersten Blick alles sehr gut aus. Wieder eine Frau in einer Spitzenposition, etc.
Einen weniger schönen Beigeschmack erhält die Besetzung, wenn man sich das Ende des Artikels ansieht:
Keine Unvereinbarkeit sehen der Siemens-Chef und seine neue Top-Managerin darin, dass diese die Ehefrau von ÖBB-Chef Christian Kern ist. Die ÖBB sind immerhin der Großkunde im Bahngeschäft schlechthin. Steinberger-Kern, die 2007 den Verbund verließ, um Kritik an einem möglichen “familiy business” zu vermeiden: “Ich bin bei Siemens fürs Energiegeschäft zuständig, mein Mann betreibt das Bahngeschäft. Ich sehe hier keine Geschäftsverbindungen.” Hesoun: “Die ÖBB ist ein großer und wichtiger Kunde, aber deswegen werden wir nicht auf qualifizierte Mitarbeiter verzichten, die sich in völlig anderen Bereichen bewegen.”
Ich kann mir nicht helfen, aber wenn man mal eine Unvereinbarkeit dementieren muss, dann ist und bleibt die Optik eine schiefe. So wie der Fraktionsleiter des SP-Freundeskreis nicht Büroleiter des ORF-Chefs werden soll, so sollte vielleicht die Frau des Chefs eines der größten Kunden keine Führungsposition in einem Unternehmen einnehmen, das genau von diesem Kunden in hohem Maße abhängig ist.
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Geschrieben von michimueller - 24. Dezember 2011
Die Siemens-Aktionäre sollen über eine Frauenquote im Aufsichtsrat abstimmen. Der Verein der Belegschaftsaktionäre von Siemens setzte eine Ergänzung der Tagesordnung zur nächsten Hauptversammlung am 24. Januar in München durch.
Die Aktionäre sollen beschließen, dass über eine Satzungsänderung ab der nächsten Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Aktionärsseite im Jahr 2013 mindestens 30 Prozent und ab 2018 mindestens 40 Prozent Frauen zu wählen sind. Der aktuelle Aufsichtsrat und der Vorstand von Siemens schlägt den Aktionären jedoch vor, diesen Antrag der Belegschaftsaktionäre abzulehnen.
Siemens-Personalvorstand Brigitte Ederer hat sich jedoch wiederholt gegen die Einführung einer festen Quote ausgesprochen. Juristen verweisen darauf, dass eine Frauenquote im Aufsichtsrat ohnehin nur die Aktionäre festlegen könnten. Dies liege nicht in der Entscheidungsmacht des Vorstandes.
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Geschrieben von michimueller - 19. Oktober 2011
Der Elektrokonzern Siemens lehnt eine gesetzliche Regelung für den Anteil von Frauen in Vorständen oder Aufsichtsräten weiter ab. «Wir halten nichts von einer gesetzlichen Quote», sagte Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.
Wenn unsere oberste Personalchefin ein Interview gibt, dann finden sich darin immer bemerkenswerte Aussagen. Also Frauenquote will Siemens keine. Schließlich kann man ehrgeizige Ziele ja auch ohne gesetzliche Vorgaben erreichen. Von besonderem Ehrgeiz scheint bei diesem Thema aber niemand aus der Führungsriege gepackt:
Siemens will in Deutschland bis 2015 den Anteil von Frauen in Führungspositionen von derzeit 10 auf 12 bis 13 Prozent erhöhen.
Wow, doch so viel?
Das klinge zwar nach nicht besonders viel, sei aber angesichts der wenigen Frauen in technischen Berufen eine große Herausforderung, sagte Ederer.
Ja, eh. Große Herausforderung. Schließlich ist ja alles so schwierig…
Den Artikel im STERN findet ihr hier.
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Geschrieben von lindasu - 26. April 2011
Siemens Generaldirektor Wolfgang Hesoun spricht mit dem Standard über sein Verhältnis zur Arbeit, seinen Führungsstil und seine Haltung zu Frauenquoten.
STANDARD: Wie haben Sie sich auf Ihren neuen Job vorbereitet?
Hesoun: Ich habe mich in die wichtigsten Hauptthemen eingelesen. Was mir sehr entgegenkommt, ist, dass mich das breite Portfolio von Siemens sehr interessiert. Ich bin natürlich kein Spezialist, aber ein sehr interessierter Techniker, deshalb bin ich hier bestens aufgehoben. Und was auf einen zukommt, das weiß man nie. Aber wenn man nicht der Überzeugung ist, dass man es packen wird, sollte man es gleich sein lassen. Ich habe auch von Anfang an meine Ansprüche nicht zu hoch geschraubt, das macht keinen Sinn.
Und nach der tolle Aussage von Brigitte Ederer vorige Woche, setzt Hesoun noch eins drauf:
STANDARD: Was halten Sie von Frauenquoten in Aufsichtsräten?
Hesoun: Ich kann verstehen, dass der Frauenministerin die Quote in staatsnahen Betrieben ein Anliegen war. Ohne Druck passiert nichts. Ich glaube nur, dass es wenig Sinn macht, dort Druck zu machen, wo rein die Qualifikation im Vordergrund stehen sollte. Es gibt nur sehr wenige Damen, die Technik studieren. Dazu kommt die unumgängliche Tatsache, dass es immer noch die Frauen sind, die Kinder kriegen und damit ihre Karriere zumindest unterbrechen müssen. Unter solch schwierigen Bedingungen kann man nicht erwarten, dass wir in absehbarer Zeit gleich viele Frauen wie Männer in Führungspositionen haben werden. Ich glaube, die Qualifikation sollte entscheidend sein. Wenn eine Frau besser ist als ein Mann, entscheide ich mich in der Sekunde für sie. Und: Frauen müssen gleich viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen.
Also Mädels, strengt euch an! Werdet Technikerinnen, kriegt keine Kinder und wenn ihr dann auch noch besser seid als die Männer, nimmt euch Hesoun sofort.
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Geschrieben von lindasu - 20. April 2011
Die Salzburger Nachrichten berichtet:
In der Diskussion um eine Frauenquote hat sich Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer erneut klar gegen starre Vorgaben ausgesprochen: „Wir sind gegen eine gesetzliche Quote.“
„Eine heute 30-Jährige Frau hat nichts davon, wenn es eine Quote im Aufsichtsrat gibt.“ Ihr helfe man mit Förderprogrammen im Unternehmen, um ihr die nächsten Schritte zu ermöglichen.
Wieso wundere ich mich das nicht? Dazu sage ich:
1. Wo bleiben diese Frauenförderprogramme? Jahrelang war sie öberste Chefin der Siemens Österreich und hat zu dem Thema nichts gemacht.
2. Wenn es eine Quote gäbe, müssten Firmen jetzt Frauenförderprogramme aufsetzen, damit die “heute 30-jährige Frau” auf ihr Platz im Aufsichtrat vorbereitet ist.
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