Manchmal weiß man beim Lesen eines Artikels nicht, ob man von den handelnden Personen vera…. wird, oder ob die wirklich so unbedarft sind.
Führende deutsche Manager haben sich in die Kapitalismusdebatte eingeschaltet. Multiaufsichtsrat Gerhard Cromme spricht von einer “echten Krise”, die er ebenso wie Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld auf entfesselte Finanzmärkte zurückführt. Beide bekennen sich zur sozialen Marktwirtschaft.
Crommes bitteres Fazit: “Oben werden sie immer reicher, unten herrscht im günstigsten Fall Stagnation. Ich glaube fest an das Solidarprinzip unserer Gesellschaft. Dazu müssen auch die Besserverdiener ihren Beitrag leisten.”
Was hält Herrn Cromme ab, einen Teil seines Geldes von ihm da oben zu uns da unten zu transferieren?
“Bei allem Verständnis für die Bedürfnisse der Kapitalmärkte halte ich viel davon, sie so weit wie möglich mit der Realwirtschaft zu verschränken”, sagte Kleinfeld. Das werde noch viel zu wenig verstanden und diskutiert.
Daraus aber die Schlussfolgerung zu ziehen, dass das Wirtschaftssystem grundsätzlich verkehrt sei, sei grundfalsch. Es gebe kein besseres System als das Modell der sozialen Marktwirtschaft. “Wir sollten uns dafür einsetzen und klar machen, dass dies nichts mit Turbokapitalismus zu tun hat.” Die Zeit eines übersteigerten, auf schnelles Reichwerden ausgerichteten Wirtschaftens sei vorbei, sagte Kleinfeld.
Und das sagt grad einer, der sich als Siemens-Cef Gehaltssteigerungen von mehr als 30 % pro Jahr gegönnt hat?
Den ganzen Artikel kann man im Manager-Magazin nachlesen.